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Gesellschaft


Kursnummer: 17B121808

Info: "Es gibt keinen unverwundbaren Staat!" Auch Deutschland ist ins Fadenkreuz von Terrorismus und Extremismus geraten. Anschläge sind realistische Szenarien geworden und verbreiten Furcht und Schrecken. Wie kann der Staat seine Menschen und sein Gemeinwesen gegen diese Bedrohungen schützen? In vier Beiträgen wollen wir aufschlussreiche Informationen und Einsichten vermitteln, die für ein besseres Verständnis dieser schwierigen Problematik von Bedeutung sind.

jeweils Beginn 18:45 Uhr
VHS-Bildungszentrum
5,00 €, die Bezahlung der Gebühr erfolgt an der Abendkasse

Politikfelder im Wettstreit? Innere Sicherheit, Migration und Terrorismus

Die Themen innere Sicherheit, Migration und Terrorismus sind seit rund 15 Jahren im öffentlichen Diskurs konstant präsent. Die Flüchtlingssituation in Europa ist eine große Herausforderung für verschiedene Politikressorts - und vor dem Hintergrund terroristischer Bedrohungen natürlich auch für die Sicherheitspolitik.
Die Konflikte der Politikfelder Migration und Innere Sicherheit wirken dabei wechselseitig aufeinander ein und beeinflussen sich. Die jüngsten terroristischen Anschläge in Deutschland verschärfen diese Konfliktsituationen zudem in hohem Maße.
Der Vortrag der Politikwissenschaftlerin Dr. Michaela Wendekamm, wissenschaftliche Referentin des Präsidenten der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster, legt dementsprechend den Fokus ihrer Betrachtungen auf die Charakteristika der Politikfelder Innere Sicherheit, Migration und Terrorbekämpfung und deren Verflechtungen auch unter Einbezug der jüngsten Einwanderungen und der aktuellen Sicherheitslage.

Dr. Michaela Wendekamm, Deutsche Hochschule der Polizei, Münster
Mi., 08.11.2017
121805

Transnationaler Terrorismus und der Umgang mit dem "Terrorrisiko"

Der Vortrag des renommierten Terrorismusforschers Prof. Dr. Ulrich Schneckener befasst sich als Grundsatzreferat einführend mit dem Begriff und der Gewaltstrategie des Terrorismus, er grenzt diesen von anderen Formen politischer Gewalt, wie z.B. Extremismus, ab und unterscheidet verschiedene Varianten des Terrorismus.
Die Darlegungen erläutern dabei insbesondere den Typus des "transnationalen Terrorismus", wie er sich vor allem bei Al-Qaida oder dem "Islamischen Staat" nachzeichnen lässt.
Im zweiten Teil des Vortrags geht es um die Fragen, wie demokratische Gesellschaften auf das "Terrorrisiko" reagieren können, welche Probleme bei der Terrorismusbekämpfung, national wie international, bestehen, und welche Herausforderungen sich daraus für demokratische Staaten ergeben.

Prof. Dr. Ulrich Schneckener, Institut für Sozialforschungen, Direktor des Zentrums für Demokratie- und Friedensforschung, Universität Osnabrück
Mi., 15.11.2017
121806


Frieden im Kalifat? Gewalt und Governance im "Islamischen Staat"

Durch den territorialen Anspruch und den Versuch auf den kontrollierten Gebieten in Irak und Syrien Governance-Strukturen und -Praktiken zu kooptieren und eigene zu etablieren, geht der sogenannte "Islamische Staat" (Daesh) über Form und Ziele anderer jihadistisch-salafistischer Gruppen hinaus. Auf dem von Daesh beanspruchten, nach seinem Selbstverständnis "befriedeten" Territorium, entfällt die Intention terroristischer Gewalt, "Gewaltanschläge gegen eine politische Ordnung" zu verüben, denn Daesh bildet nun selbst diese "Ordnung". An die Stelle von Kriegsgewalt, aber auch terroristischen Gewalthandelns, tritt auf dem Gebiet des Kalifats "staatstypisches" Gewalthandeln mit dem Ziel, innere Konflikte zu lösen, zukünftige zu verhindern und Widerstand im Innern langfristig zu verunmöglichen.
Im Vortrag der Politologin und Islamwissenschaftlerin Dr. Miriam Müller soll folgende These vorgestellt und sollen ihre theoretischen Implikationen diskutiert werden: Entsprechend der Logik moderner Staatenwerdung erfolgt parallel zur Monopolisierung und Zentralisierung von (staatstypischem) Gewalthandeln eine Externalisierung von Kriegsgewalt sowie Willkürgewalt (Terrorismus). Daesh schöpft dabei in Irak und Syrien aus den Verfahren und Verwaltungsmechanismen seiner Gegenfolie, dem modernen Nationalstaat, und gleichzeitig dem Instrumentarium totalitärer Herrschaft. Diese zukünftig mögliche Gewalt, auch gegen die Zivilbevölkerung, spielt dabei eine zentrale Rolle für die Aufrechterhaltung territorialer und insbesondere sozialer Kontrolle über die politischen Gemeinschaften vor Ort.

Dr. Miriam M. Müller, Hamburger Institut für Sozialforschung, Hamburg
Mi., 06.12.2017
121807

Europäische Sicherheitskooperationen - Bestandsaufnahme und Handlungsfelder

Die Europäische Union steht vor großen sicherheitspolitischen Herausforderungen, die kein Mitgliedstaat für sich alleine bewältigen kann. Doch ist die Zusammenarbeit auf dem Politikfeld „Sicherheit“ besonders schwierig, denn es handelt sich um den Kernbereich staatlicher Souveränität. Regierungen und Behörden sind deshalb nur unter bestimmten Bedingungen bereit, umfassend und offen zusammenzuarbeiten. Gemeinsames arbeitsteiliges Vorgehen würde sogar eine unerschütterliche Verlässlichkeit voraussetzen.
Doch so schwierig die Zusammenarbeit ist, so notwendig ist sie. Als besonders tragfähig haben sich dabei Formate erwiesen, in denen informell oder unter Bedingungen kooperiert wird. So entsteht ein Netz von Sicherheitskooperationen, in dem über Informationsmanagement und koordiniertes Handeln die Gewährleistung der Sicherheit für die EU-Mitgliedstaaten angestrebt wird.

Prof. Dr. Thomas Jäger, Lehrstuhl für Internationale Politik und Außenpolitik, Universität Köln
Mi., 31.01.2018
121808

Für diesen Kurs ist eine Ermäßigung mit der Ostfrieslandcard möglich.

Kosten: 5,00 €

Datum Zeit Straße Ort
31.01.2018 18:45 - 21:00 Uhr Uffenstr. 1 Raum E07 (Forum)

 
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